Initiativen gegen Eisernen Rhein und Gefahrstofflager wollen heute in Wildenrath:
Clement Sorgen der Bürger vortragen

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WEGBERG (RP). Bahn und Schiene spielen eine bedeutende Rolle, wenn heute NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement mit seinem gesamten Kabinett nach Wegberg kommt. Doch die Gäste aus der Landeshauptstadt werden sich nicht nur an der positiven Entwicklung im Siemens-Prüfcenter und den damit verbundenen Plänen zum Ausbau als nordrhein-westfälisches Bahnkompetenz-Zentrum erfreuen - sie werden auch mit einer ganz speziellen Bahn-Problematik in der Region konfrontiert.

Nach Informationen der Rheinischen Post wird der Bürgerverein "Eiserner Rhein", unterstützt von Bürgerinitiativen aus den Niederlanden, aus Rheindahlen und Krefeld-West, gegen die Reaktivierung der historischen Trasse für den Güterverkehr protestieren.

Die Initiativen wollen dem Ministerpräsidenten - nach der nicht öffentlichen Kabinettssitzung bei Siemens und vor einem Empfang in der Burg Wegberg - die Sorgen der Bürger im Falle einer Wiederinbetriebnahme der Strecke vortragen und hoffen, mit Wolfgang Clement ins Gespräch zu kommen.

Sorgen gibt es bekanntermaßen bei vielen Menschen in und um Wegberg nicht nur mit Blick auf den Eisernen Rhein: Auch die geplante Erweiterung des TCE-Gefahrstofflagers bereitet Kummer und Ängste. Aus dem Grund hat das Bündnis für Gefahrstofffreien Lebensraum - BGL die Staatskanzlei über die jüngste Entwicklung bei TCE (u.

a. die von der Rheinischen Post aufgedeckte illegale Chlorgaslagerung im vergangenen Jahr) informiert und für heute um ein Gespräch mit dem Ministerpräsidenten gebeten. Und die Wildenrather Bürgerinitiative hat sich in der selben Angelegenheit an Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold gewandt. Vor allem wegen dessen Appell an alle Beteiligten, das Thema nicht zu emotionalisieren (die RP berichtete am vergangenen Freitag).

Von FOLKMAR PIETSCH
 



Rheinische Post Online, Erkelenz, 03.04.01