Niederländer erklärten in Brüssel zum Eisernen Rhein: 
 

Ab Herbst 2002 täglich 15 Güterzüge auf der historischen Strecke  

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WEGBERG (RP). Von September nächsten Jahres an könnten täglich 15 Güterzüge auf der historischen Strecke "Eiserner Rhein" unterwegs sein. Das haben die Niederländer am Rande einer EU-Verkehrsministerkonferenz am Donnerstag in Brüssel erklärt. Wie ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin der Rheinischen Post gestern auf Anfrage sagte, sei aus der niederländischen Erklärung allerdings nicht erkennbar, ob es sich um eine vorübergehende oder endgültige Nutzung der historischen Strecke handele. 

Belgische Zeitungen meldeten gestern, dass sich die Verkehrsminister aus Belgien und den Niederlanden sowie deutsche Regierungsvertreter auf einen festen Zeitplan für die Wiederbelebung der Strecke geeinigt hätten. Der Ministeriumssprecher sagte uns jedoch, von einer Einigung könne zum jetzigen Zeitpunkt keine Rede sein, sondern lediglich von einer Absichtserklärung. Eine Entscheidung werde erst nach Auswertung der verschiedenen Trassenstudien getroffen. 

Wegbergs Hauptamtsleiter Werner Klein zeigte sich von der Information durch die RP über die Meldungen in Belgien überrascht: "Über die Streckenfestlegung soll nach den bisherigen Erkenntnissen im September beraten werden." Dafür spiele beispielsweise die niederländische Umweltverträglichkeitsstudie (MER) ein Rolle, die Mitte nächsten Monats vorgelegt werden soll. Er gehe davon aus, dass es dann auch von niederländischen Verbänden erhebliche Einsprüche geben werde. Das gilt im Übrigen auch für die Stadt Wegberg, die aus dem Grund ein Rechtsgutachten an eine Berliner Fachanwaltskanzlei in Auftrag gegben hat. 

Von FOLKMAR PIETSCH 
 
 
Rheinische Post Online, Erkelenz, 7. April 2001

E-Mail der FDP-Wegberg:

WDR3 Videotext-Tafel # 121, 
Freitag 06.04.2001; 20:50:00 Uhr 

Eiserner Rhein ab September 2002 
Brüssel: Die als "Eiserner Rhein" bekannte Güterzugstrecke zwischen 
Antwerpen und dem Ruhrgebiet wird 
wahrscheinlich 2002 wieder in Betrieb 
genommen. Von September an könnten täglich 15 Züge die historische Strecke 
befahren. 
Die Verkehrsminister aus Belgien und den Niederlanden sowie deutsche 
Regierungsvertreter hätten sich in Brüssel auf einen festen Zeitplan für die 
Wiederbelebung der Strecke geeinigt. 
Das berichten belgische Zeitungen. 

Ende der Meldung 

Warum gibt zu diesem Zeitpunkt noch die Stadt Wegberg, wie der heutigen Presse zu entnehmen ist, ein im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung am 
4.4.2001 mit knapper Mehrheit beschlossenes Rechtsgutachten noch in Auftrag? 
Die FDP Wegberg hatte - ohne Erfolg - bereits im November 1999! eine Anfrage an die Verwaltung mit dem Ziel gestellt, von der Stadt Handlungsalternativen für den Fall der Reaktivierung des Eisernen Rheins zu erfahren. 

Hans J. Laumanns 
Vorsitzender des FDP Ortsverbandes Wegberg 
 
 

E-Mail des Bürgervereins gegen den Eisernen Rhein:
 

Vielen Dank für diese "News" ... 

woher der WDR diese Nachricht haben will, scheint hier mehr als rätselhaft, 
betonte doch Herr Ministerpräsident Clement 
noch am Dienstag, dass seiner Einschätzung nach die Niederländer NICHT für die historische Trasse plädierten. 
Darüber hinaus muss zuerst das niederländische Partlament über die sog. Trajectnota entscheiden. 
Sollte diese Entscheidung  tatsächlich für eine Variante der historischen Trasse ausfallen, so bleibt mindestens in den Niederlanden noch der schon jetzt angekündigte Rechtsweg - dieser hat aufschiebende Wirkung (und gute Aussichten auf Erfolg, denn die vorzulegenden Trassenvorschlägen 
übergehen die Erkenntnisse einer zuvor von der  NS Railinfrabeheer und Frau Netelenbos in Auftrag gegebenen Studie, die leider doch öffentlich wurde obwohl sie zurückgehalten werden sollte). 

Sollten Politiker sich etwa noch überheblicher geben als bis jetzt schon gewohnt und mit sich Ihrem Beschluss über juristische und demokratische Gepflogenheiten hinwegsetzen !? Soviel Ungeschick, dies auch noch anzukündigen, wären dann wirklich zuviel des Guten. 
Im übrigen gibt es bereits jetzt Erkenntnisse über den am 15.5.2001 dem niederländischen Parlament vorgelegten Trassenvorschlag: 
Dieser schliesst PERSONENVERKEHR ausdrücklich aus- dies sollten sich einmal all 
die zu Herzen nehmen, die noch einen winzigen Vorteil für Wegberg zu sehen glaubten. 

Guten Abend 

Marc Oliver Künne