Krefeld Stadt
"Eiserner Rhein": Klarheit im Mai
Von Roland Busch

Niederrhein. Im Mai wird im Landtag die Entscheidung über den künftigen Verlauf der Güterverkehrsstrecke "Eiserner Rhein" fallen. "Entlang dieser Trasse müssen wir dann für aktiven Lärmschutz sorgen", sagte gestern der Mönchengladbacher Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges bei einem Regionalgespräch der SPD in Uerdingen mit Funktionsträgern der Partei aus den Kreisen Viersen und Neuss sowie den Städten Krefeld und Mönchengladbach.

Eine Trasse entlang der Autobahn werde es aber nicht geben. Dies sei eine von der CDU angezettelte Scheindiskussion; für die Trasse gebe es kein Planungsrecht, sie sei nicht bezahlbar. Mit ständig neuen Debatten über eine Verkehrsführung werde nur der Termin hinausgezögert, zu dem Schwerlastverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werde.

Mit ihrem Regionalgespräch wollen die Sozialdemokraten nach ihrer Niederlage bei den Kommunalwahlen ein Gegengewicht zur starken CDU auf lokaler Ebene herstellen. Die Vertreter der Union könnten nicht über ihre eigenen Kirchtürme hinaussehen, so Jürgen Hengst, Vorsitzender der SPD Krefeld.

Mit dem neuen Regionalrat in Düsseldorf und einer neuen Bedeutung der grenzüberschreitenden Euregios rücke das Europa der Regionen näher. So müsse aus "dem Kaffeekränzchen auf Verwaltungschefebene" (Körfges) eine schlagkräftige Euregio-Geschäftsstelle auf demokratischer Basis werden, die professionell mit der Vergabe der EU-Gelder (72 Millionen in den nächsten fünf Jahren) umgehe.
 
 

Ein klares Ja gab es von der SPD zu den Ausbauplänen der Flughäfen MG und Laarbruch.



7. April 2001, Westdeutsche Zeitung, Krefeld
Die Diskussion um die A40-Trasse ist keineswegs eine von der "CDU angezettelte Scheindiskussion". Die Webredaktion. counselor@krefeld-west.de