Westdeutsche Zeitung, Krefeld, 05.05.2000
Auszug aus dem Interview mit den CDU-Mitgliedern des Lantags NRW Dr. Annemarie Schraps und Winfried Schittges (gleichzeitig Kandidaten für die Landtagswahl am 14.05.2000)





WZ:
Was würden Sie tun, um Krefeld wieder an den überregionalen Schienenverkehr anzubinden? Auch Geld an die Bahn bezahlen?

Schraps:
Je mehr wir abgeschnitten werden, desto mehr Menschen steigen auf das Auto um. Aber eine Finanzierung durch die Stadt ist nur denkbar, wenn Dritte mitfinanzieren. Eine Kommune hat vordringlichere Aufgaben.

WZ:
Und wie sieht es mit einer Güter-Strecke aus?

Schittges:
Man muss sich darüber klar werden, welche Strecke man wie nutzen will, wie groß die Belastung ist. Wir wollen nicht Transit für andere sein - von Holland ins Ruhrgebiet beispielsweise.

Schraps:
Noch mehr Lärm machen wir jedenfalls nicht mit.



Anmerkung der website-Redaktion:
In den wesentlichen Teilen stimmen die beiden prominenten CDU-Mitglieder mit der Auffassung der SPD-Fraktion Krefeld-West zum Eisernen Rhein überein. Damit scheint sich eine sorgfältig abwägende und deutlich energische Haltung in Krefeld zu entwickeln.


Weniger deutlich sind die Vorbedingungen der CDU für eine Reaktivierung des Eisernen Rheins in ihrem etwas älteren  "Arbeitsprogramm" enthalten. Die CDU läßt sich hier - wie auch die SPD in früheren Artikeln noch - jede Option offen (31.01.2000, wiedergegeben wird der Originaltext als Grafik):