Was soll so eine Meldung in der Aaachener Zeitung Online, Erkelenz, 06.10.2000?
Sollen hier die Gegener schein-beruhigt werden?

Kein «Eiserner Rhein» durch Wegberg?
 

Wegberg. In den vergangenen Wochen ist es ruhig geworden um das Thema «Eiserner Rhein», obwohl noch immer viele Fragen zur Wiederbelebung der Güterverkehrsstrecke zwischen den Häfen Antwerpen und Duisburg ungeklärt sind.

«Ich will keine Prognosen über den derzeitigen Stand der Diskussion abgeben», erklärte der Wegberger Beigeordnete Eduard Schneider zu den Planungen, die Güterverkehrsstrecke durch die niederländische Gemeinde Roermond und Wegberg zu führen.
Derzeit warten die Gegner der Bahntrasse auf das Ergebnis einer Umweltverträglichkeitsprüfung in den Niederlanden. Dieses Gutachten wurde für Ende des Jahres erwartet, doch daran glaubt Schneider nicht mehr.

«Ich rechne damit, dass ein endgültiges Ergebnis erst im Frühjahr 2001 vorliegen wird. Davor werden wohl nur Zwischenstände bekanntgegeben», vermutet der Beigeordnete. Damit wäre die geplante Reaktivierung der Strecke schon Anfang 2001 erst einmal aus den Terminkalendern der Befürworter und Gegner gestrichen.

(Von "Anfang 2001" hatte nie jemand ernsthaft gesprochen. Nach der "startnotitie" sollte es schon immer "Herbst 2001" sein)

Da in den Niederlanden nicht mehr genutzte Bahnstrecken nach dem Gesetz stillgelegt sind, musste diese Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen werden. In diesem Gutachten wird natürlich auch beleuchtet, wie sich die Bahntrasse auf das niederländische Naturschutzgebiet «De Meinweg» im deutsch-niederländischen Grenzraum auswirkt. «Da eine breite Ratsmehrheit in Wegberg gegen den Eisernen Rhein ist, wird das Ergebnis der Prüfung natürlich mit Spannung erwartet», so Schneider.
Mittlerweile gibt es aber auch berechtigte Zweifel, dass der Schienenverkehr überhaupt noch durch Roermond und Wegberg geleitet wird. «Vieles spricht mittlerweile auch für eine Trassenführung über Venlo», betont Schneider.

Und dann würden die Gleise in Wegberg vielleicht nur vorübergehend in Anspruch genommen. Die geschätzten 50 bis 60 Güterzüge pro Tag «knattern» - wenn überhaupt - nur kurzfristig durch die Schwalmstadt.

Thomas Wenkert, 06.10.2000 16:35