Beschluss der SPD-Ratsfraktion Krefeld zum Eisernen Rhein
gefasst auf der Klausurtagung in Gut Schirmau, Eifel, am 4. November 2000, veröffentlicht am 7.11.2000
 
 
 

SPD Beschluß zum „Eisernen Rhein“
Trasse entlang der A 40

Im Hafen Antwerpen werden jährlich mehr als 13 Millionen Tonnen Güter für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen umgeschlagen. Das sind über 50%  der für Deutschland bestimmten Güter. Die Bahn hat davon lediglich einen Anteil von 10%. Wie kann dieser Anteil gesteigert werden, auf welcher Strecke sollen die Waggons in das Ballungszentrum Rhein-Ruhr rollen und kann die Region Düsseldorf / Mittlerer Niederrhein davon profitieren? Mit diesen Fragen hat sich die SPD-Fraktion in Krefeld intensiv beschäftigt.
 
Für den Vorsitzenden der Krefelder SPD, Jürgen Hengst, „muß langfristig eine direkte und leistungsfähige Güterverkehrsstrecke zwischen Antwerpen und dem Ruhrgebiet in Betrieb genommen werden. Wir versprechen uns davon einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen, nicht nur für die Region, sondern auch für Krefeld und den Logistikstandort Hafen.“ Die SPD ist in ihrer Beschlußfassung davon überzeugt, daß „die einzige sinnvolle Lösung für diese Verkehre eine neue Schienentrasse entlang der Autobahn 40 /  A 67 (NL) ist.“

Jürgen Hengst erläutert, daß die Krefelder SPD anerkennt, daß es eine wirtschaftliche Not-wendigkeit gibt, Güter von der Straße auf andere Verkehrsträger zu bringen. Dabei sei die historische Strecke „Eiserner Rhein“ auf Dauer keine Alternative, weil sie zu hohe Belastungen für die an der Strecke lebenden Menschen mit sich bringt, aber auch nicht die Kapazitäten bzw. Ausbaumöglichkeiten zuläßt, die für eine wirtschaftliche Nutzung von Nöten sei.

In der Gewißheit, daß diese teilweise neue Strecke aber nicht zeitnah zu verwirklichen ist, will sich die SPD nicht verschließen, unter strengen Auflagen, einen zeitlich begrenzten Probebetrieb auf der alten Trasse des „Eisernen Rheins“ zuzulassen.

„Wir können nicht das Risiko eingehen, von einer wichtigen wirtschaftlichen Entwicklung für die Region und Krefeld abgehängt zu werden. Das muß aber zeitlich überschaubar sein und darf nicht auf Kosten der an der Strecke lebenden Menschen geschehen.“

Deshalb werde es eine Zustimmung zum historischen „Eisernen Rhein“ für eine Übergangszeit auch nur mit einem effektiven Lärmschutz an den bewohnten Streckenteilen, dem Einsatz moderner lärmarmer Züge und einer Begrenzung der Zugpaare auf maximal 15 pro Tag, geben.

„Unserer festen Überzeugung nach, ist der vorgeschlagene Weg ein ausgezeichneter Ausgleich zwischen der wirtschaftlichen Notwendigkeit und dem Schutz der Menschen vor weite-ren Umweltbelastungen. Wir haben ‚Arbeit und Umwelt‘ in Einklang gebracht.“

Krefeld, den 07. November 2000