Westdeutsche Zeitung, Niederrhein, 08.09. 2000:


Anmerkung 1: Wer hat die Bahn zu diesem Dementi aufgefordert, wer hat die Kraft, sie dazu zu veranlassen? Bezieht sich dieses Dementi auf Behauptungen des "Eisenbahnjournalisten" Martin Schiffmann, die etwa 1 Woche zuvor im E-Mail-Verteiler veröffentlicht worden waren?


Eiserner Rhein: Loks werden umgerüstet.

Mönchengladbach. Die Bahn AG hat dementiert, dass der Güterverkehr auf der historischen Trasse des "Eisernen Rheins" von Mönchengladbach über Wegberg und Roermond nach Antwerpen noch in diesem Jahr wieder aufgenommen werde.

Bestätigt wurde allerdings, dass der Bahnkörper derzeit auf seine Tauglichkeit hin untersucht werde. Sollte sich dabei herausstellen, dass ein Betrieb auf der Stzrecke möglich ist, soll der Güterverkehr ab Ende 2001 zwischen 7 und 19 Uhr (mit begrenzter Geschwindigkeit) aufgenommen werden.

Für Reparaturen hat der Bund 50 Millionen Mark bereitgestellt, die Bahn richtet derzeit bereits Diesellokomotiven für den Einsatz auf der Strecke her.


Anmerkung 2: Ein nettes Dementi.

  1. Zwischen Mönchengladbach und Antwerpen wird niemals der Güterverkehr über den Eisernen Rhein aufgenommen, auch nicht im Herbst dieses Jahres. Die Planung sieht den Güterverkehr zwischen Antwerpen und Duisburg vor; von Zwischenbahnhöfen ist nirgendwo tatsächlich die Rede.
  2. Die Angaben, zwischen 7 und 19 Uhr und mit begrenzter Geschwindigkeit würde gefahren, bezieht sich auf die durch andere Ausssagen längst überholte Übereinkunft zwischen den Ministern aus B, NL und D. Ministerin Netelenbos spricht öffentlich von 43 Zügen.
  3. Nett ist auch die Aussage, die 50 Millionen würden für Reparaturen gebraucht, also keineswegs zum Schutz der Bürgerschaft vor lauten Zügen.

Es bleibt nichts anderes übrig, als deutlich zu protestieren und sich - wie der BUND - für eine völlig neue Strecke abseits der Städte einzusetzen: Eindhoven - Venlo - Duisburg mit einer im Grunde unbegrenzten Zugkapazität, wohl aber mit ökonomisch sinnvollen "Auf- und Abfahrten" in der Höhe von Eindhoven, Venlo (Trade-Port), Krefeld (Hafen). Bei dieeem Neubau entlang der Autobahn könnten die benachbarten Dörfer endlich auch gleichzeitig vor dem Lärm der Autobahn geschützt werden.