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Minister Schwanhold in Den Haag / Niederlande und Nordrhein-Westfalen wollen
gemeinsame Verkehrsprojekte vorantreiben

Pressemitteilungen

Duesseldorf, 13.Okt.2000

Minister Schwanhold in Den Haag / Niederlande und Nordrhein-Westfalen wollen gemeinsame Verkehrsprojekte vorantreiben

Das Ministerium fuer Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr:
Gemeinsame Verkehrsprojekte von grenzueberschreitender Bedeutung hat der NRW-Verkehrsminister Ernst Schwanhold am Mittwoch, 11. Oktober 2000, bei seinem Antrittsbesuch in Den Haag mit seiner niederlaendischen Amtskollegin Tineke Netelenbos eroertert. Schwanhold wurde begleitet von Staatssekretaer Joerg Hennerkes und Fachleuten seines Hauses. Im Mittelpunkt der Gespraeche standen Schienenprojekte wie die Betuwelinie, der Eiserne Rhein, die ICE-Strecke Amsterdam-Duisburg sowie Lueckenschluesse von Strassen im deutsch-niederlaendischen Grenzraum und die zivile Nutzung des Flughafens Weeze-Laarbruch.

Schienenverkehr

Die Entwicklung einer modernen Gueterverkehrsverbindung zwischen den Ueberseehaefen Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam und dem Rhein-Ruhr-Gebiet ist gemeinsames Interesse der Niederlande und Nordrhein-Westfalens. Schwanhold und Netelenbos waren sich einig, dass die Massnahmen zur Fortsetzung der Betuwelinie auf deutscher Seite beschleunigt werden muessen. Netelenbos bestaetigte, dass die Niederlande mit ihren Baumassnahmen im Plan seien und die Hauptstrecke Rotterdam-Zevenaar voraussichtlich 2005 fertiggestellt werde. Gemeinsame Sorge bestand darueber, dass die Baumassnahmen zwischen Emmerich und Duisburg nicht rechtzeitig realisiert wuerden. Schwanhold verwies auf seine Bitte an den Bundesverkehrsminister, Mittel der Zinsersparnisse aus den UMTS-Mobilfunklizenzen hierfuer zur Verfuegung zu stellen. Der Ausbau dieser Strecke sei auch fuer den Personenverkehr wichtig. Er wuerde dazu beitragen, den ICE-Verkehr Amsterdam - Rhein-Ruhr - Frankfurt sicherzustellen.

Fuer die Gueterverkehrsstrecke Antwerpen-Roermond-Duisburg, dem sogenannten "Eisernen Rhein", mit der die Rheinschiene mit dem Ueberseehafen Antwerpen verbunden werden soll, werden im naechsten Sommer die Untersuchungen in den Niederlanden abgeschlossen sein. Danach koennen erste Trassenentscheidungen getroffen werden. Wegen der sich daran anschliessenden Planungen auf NRW-Gebiet ist eine enge Zusammenarbeit verabredet.

Strassenbauprojekte

Fuer die Verbindung der A 61 (Venlo) mit dem niederlaendischen Autobahnnetz wird eine Vorentscheidung fuer die Trasse durch die vorgesehene Buergeranhoerung in den Niederlanden um die Jahreswende erwartet. Um die weiteren Schritte moeglichst zeitnah verwirklichen zu koennen, ist ein "kurzer Draht" vereinbart worden.

Erfreulich, so Schwanhold, sei die Absicht, dass von niederlaendischer Seite die Anbindung von Roermond an die A 52 mit groesserem Nachdruck verfolgt werden soll. Er versprach, sich gegenueber dem Bund fuer eine vordringliche Einstufung des noch fehlenden Autobahnabschnitts zwischen Elmpt und der Landesgrenze einzusetzen.

Die Verknuepfung der Transitstrasse Selfkant mit dem deutschen Strassennetz sei in Vorbereitung, so Schwanhold. Danach koennten ab 2002 die notwendigen Anschluesse gebaut werden. Auch koennten die Planungen zur B56n im Kreis Heinsberg nun weitergefuehrt werden, nachdem auf niederlaendischer Seite der Grenzuebergang noerdlich von Millen festgelegt wurde.

Flughafen Weeze-Laarbruch

Beide Minister wollen in Bezug auf die Nachtflugproblematik am Flughafen Weeze-Laarbruch eine Loesung finden. Dies ist notwendig, da gegenwaertig noch die Nutzung des niederlaendischen Luftraums zur Nachtzeit strittig ist und dies eine vertragliche Vereinbarung zwischen NRW und den Niederlanden behindert.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums fuer Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr, Tel.: 0211/837-2417 oder -2503.

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