Bringt uns der "Eiserne Rhein" nur Lärm ?

Die Verwaltungsvorlage im Westen war unzureichend.

Die SPD-Fraktion Krefeld - West hatte mit Schreiben vom 23.03.2000 "Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und zum aktiven Lärmschutz im Krefelder Westen" entlang der Bahntrassen gefordert. Dabei hatte sie darauf hingewiesen, dass egal in welcher Variante der "Eiserne Rhein" künftig durch Krefeld geführt werde, der Westen und das überwiegende sonstige Stadtgebiet erheblich gefährdet würde.

Die Verwaltung war beauftragt worden, die Bezirksvertretung über Überlegungen zum Schutz der Bevölkerung zu informieren.

Sie ist diesem Auftrag nicht nachgekommen. Zum wiederholten Male sind die der Bezirksvertretung vorgelegten Unterlagen in keiner Weise zufriedenstellend, insbesondere wenn sie die Stadtentwicklung im Westen betreffen.

Bei der Aussage der Verwaltung, auf deutscher Seite seien "keinerlei Ausbauplanungen vorhanden" widerspricht sie sich selbst massiv:

"Die Züge sollen durchgehend bis zu ihrem Zielort im nordwestlichen Deutschland und weiter Richtung Norden und Osten verkehren" (s. Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Wohnungswesen vom 3. April 2000 an Frau Oberbürgermeisterin Bartsch in Mönchengladbach).

Die Eisenbahnstrecke Eiserner Rhein solle "sich auf Beschäftigungsmöglichkeiten in Krefeld positiv auswirken", meint die Verwaltungsvorlage. Diese Annahme kann sie aber nicht belegen.

Tatsache ist: Krefeld ist es gelungen, mit der Hilfe der IHK sowie ortsansässiger und internationaler Unternehmer den Hafen zum Containerumschlagplatz mit Zukunftschancen zu entwickeln. Seit wenigen Tagen ist der neue Verladekran in Betrieb und haben eigens gebaute Containerschiffe die Fahrten zwischen Antwerpen und Krefeld aufgenommen. Nun sollen wir Krefelderinnen und Krefelder also zusehen, wie dieses bisher gelungene privatwirtschaftliche Engagement bald zerschlagen wird. Staatliche Subventionen (anfangs 50 Millionen aus dem Anti-Stau-Programm des Bundes) für eine im derzeitigen Ausbauzustand ökonomisch unrentabel bleibende Eisenbahnstrecke, die mitten durch Naturschutzgebiete und Städte führt, werden bei uns vorhandene Arbeitsplätze und Firmen gefährdet. Die Schiffe fahren ökologischer und ökonomischer als die Bahn, zusätzlich haben sie bereits nachweislich zu Arbeitsplätzen geführt.

 

Deshalb fordert die SPD Krefeld- West: