Deutliche Aufforderung von Dr. Zöpel
 
 
RP-Online, Erkelenz, 31.03.2000
Probleme mit der Stadt erörtern

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WEGBERG. Die Bürger, die am Donnerstagabend zum Begegnungszentrum gekommen waren, machten Dr. Christoph Zöpel, Staatsminister im Auswärtigen Amt und SPD-MdB für den Kreis Heinsberg, sowie Dr. Josef Kunz, Referatsleiter im Bundesverkehrsministerium in Berlin, unmissverständlich klar, dass sie Güterverkehr auf dem "Eisernen Rhein" mitten durch Wegberg und unmittelbar vorbei an zahlreichen Wohngebieten nicht einfach hinnehmen wollen.

Unterstützung fanden sie bei Bürgermeisterin Hedwig Klein, die in einem Schreiben an Zöpel die Sorgen der Bürger vorgetragen und den ablehnenden Ratsbeschluss begründet hat. Dr. Günter Arnolds von der Bürgerinitiative wies darauf hin, dass der geplante Güterverkehr Betroffenheit nicht nur bei Anwohnern, sondern in der ganzen Stadt hervorgerufen habe, und bat die Verantwortlichen nachdrücklich, die Sorgen ernst zu nehmen.

Das versprach Zöpel und brachte - während der Ministeriums-Experte die bislang schon herrschende Verwirrung kaum auflöste - die Problematik auf den Punkt: Er forderte das Verkehrsministerium auf, mit der Stadt u. a. folgende Kriterien zu erörtern, die auch von Frau Klein vorgetragen worden waren: Wie sieht es mit der Sicherheit aus, wenn die Güterzüge rollen? Gibt es nicht einen gewissen Vertrauensschutz für die Stadt und die Bürger, die in den von der Stadt ausgewiesenen Wohngebieten entlang des Schienenstrangs gebaut haben? - Vertrauensschutz deshalb, weil früher von den Verkehrsministerien in Bund und Land stets versichert worden war, dass es keinen Güterverkehr mehr gebe, und selbst die Bundesbahn eigene Grundstücke an die heutigen Bewohner verkauft hatte. Welche Güterzüge sollen hier rollen - etwa auch Gefahrgutzüge?