Rheinische Post, Krefeld, 22.09.2000

Krefeld und Tönisvorst weitgehend einig über B 9n
 

Westtangente: Nur noch einige Details

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(RP). Das Hickhack zwischen den Städten dauerte Jahre und beschädigte zuweilen die gutnachbarschaftlichen Beziehungen. Jetzt endlich scheint die Ampel auf dem Weg zur Westtangente (B9n) voll auf Grün gestellt: Sie soll gebaut werden und damit vor allem den Krefelder Westen vom Durchgangsverkehr entlasten.

Workshop

Am Ende eines so genannten Workshop-Gespräches von Vertretern von Räten und Verwaltungen beider Städte und unter Federführung des Landschaftsverbandes Rheinland als Straßenlastträger wurde grundsätzliche Einigung über das weitere Verfahren erzielt - dabei vor allem über die Linienführung auf Krefelder Terrain. - Im Einzelnen wurde festgehalten:
 

Die vom Landschaftsverband vorgeschlagene Linienführung, die nunmehr vollständig auf Krefelder Stadtgebiet verläuft, findet allgemeine Zustimmung.
Das Rheinische Straßenbauamt sagt zu, weitere Einzelheiten zu klären (Führung im Bereich der Bebauung Oberbenrader Straße/ Gobbershof, Forderung nach Tieflage unter der Bahnstrecke nach Kempen, alternative Anbindungen an das vorhandene Straßennetz).
 

Krefeld sagt zu, zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen im Bereich Seidenviertel und Meyeshofweg zu errichten, sofern das laut Gesetzt nicht ohnehin vorgeschrieben ist.
Beide Städte arbeiten eine Ratsvorlage aus, die am 25. Oktober in beiden Planungsausschüssen diskutiert wird.
Der Landschaftsverband holt bis zum Frühjahr die Genehmigung des Bundesministers für Verkehr ein.
Mitte 2001 soll eine große Bürgeranhörung stattfinden.
Die Linienbestimmung ist für die zweite Hälfte 2001 vorgesehen.

Schittges: Historisch!

Dann werden immer noch einige Jahre bis zur Realisierung vergehen. Das Wichtigste: Die Westtangente kommt überhaupt, das Gezerre ist zu Ende. Grund genug für den CDU-Ratsherren und Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland, Wilfried Schittges, gestern abend am Rande der Ratssitzung von einer "historischen Entscheidung" zu sprechen.
(Anmerkung der webredaktion: Auch ein fast 50-jähriger SPD-Planungspolitiker hat an der Entscheidung mitgewirkt)
bas